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Zwischenräume, drei weiße Quadrate

Foto, Installation
Berlin 1976

Zwischenräume

Die Fotografie zeigt ein Fläschchen und einen Pinsel unterschiedlicher Höhe und Ausdehnung, die flach auf dem Boden liegen.
Drei gleichgroße weiße Papierquadrate sind auf sie gelegt.

Wegen ihrer abstrakten Form und homogenen Helligkeit
lösen sich die Quadrate im Auge des Betrachters leicht vom Untergrund
und bilden eine eigene darüber liegende Bildebene,
sie scheinen auf die Fotografie gelegt.
Konzentriert sich das Auge aber auf die farbigen Gegenstände,
kehren die Quadrate an ihren ursprünglichen Ort,
den Illusionsraum der Fotografie, zurück.

Die Wahrnehmung versetzt den Betrachter in eine Bildwirklichkeit,
die durch den Widerspruch von Bildfläche und Illusionsraum
als Schwebezustand erfahren wird.

(Katalog, Die Wirklichkeit des Zwischenraums)

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